Duftwässer der DDR
Duftwässer der DDR
Als ich Mitte der neunziger Jahre aus reiner Freude am schönen Design begann, internationale Miniatur-Parfümflakons zusammenzutragen, fand ich auf Flohmärkten auch hin und wieder DDR-Parfüms. Anfangs glaubte ich (wie übrigens die meisten Deutschen auch!), es habe davon nur ganz wenige gegeben, die zu sammeln sich nicht lohnt.


Doch schon bald wurde mir klar, dass in der DDR weitaus mehr Marken als „Florena“ existiert hatten, und ich begann, gezielt nach den Duftwässern (dazu zähle ich neben Parfüm auch Eau de Parfum, Eau de Cologne / Kölnisch Wasser, Eau de Toilette, Lavendelwasser, Raumparfüm für „Duftlampen“ sowie Gesichts- und Rasierwasser) der DDR zu suchen. Das hatte bis dahin noch niemand getan, und anfangs musste ich die Flohmarkt- und Antikhändler überzeugen, DDR-Parfümfläschchen nicht einfach wegzuwerfen. Schon bald war meine Leidenschaft in Sachsen und darüber hinaus bekannt, und meine Sammlung wurde rasch immer größer.


Inzwischen habe ich über 100 (!) Marken ausfindig gemacht, und noch immer stoße ich auf weitere.
Die Vielzahl der Duftwässer ist – entgegen der landläufigen Meinung – schier unüberschaubar. Auch das häufig geäußerte Vorurteil über die angeblich phantasielos gestalteten
„Einheitsflakons“ von schlechter Qualität kann ich mit meiner Sammlung eindrucksvoll widerlegen.
Vor allem in den fünfziger Jahren, teilweise aber auch durchaus bis 1990, wurden viele Parfüms in edlen, reizvollen Fläschchen und aufwändig gestalteten Verpackungen verkauft. Da niemand in der DDR in größerem Umfang Parfümflakons gesammelt hatte, sind wahrscheinlich viele, vor allem die aus den Anfangsjahren der DDR, für immer verschwunden.


Doch die damals noch sehr häufige Werbung in den Printmedien offenbart ein unglaublich großes Angebot an luxuriösen Flakons in traumhaften Verpackungen.
Mein Anliegen war es, diesen weitgehend unbekannten und häufig unterschätzten Teil der DDR-Alltagskultur zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich wollte ein kleines, aber hochinteressantes Kapitel Design-Geschichte dem Vergessen entreißen und zeigen, dass auch auf diesem Gebiet DDR-Designer unter zumeist schwierigen wirtschaftspolitischen und materiellen Verhältnissen Bemerkenswertes geleistet haben.
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Doch schon bald wurde mir klar, dass in der DDR weitaus mehr Marken als „Florena“ existiert hatten, und ich begann, gezielt nach den Duftwässern (dazu zähle ich neben Parfüm auch Eau de Parfum, Eau de Cologne / Kölnisch Wasser, Eau de Toilette, Lavendelwasser, Raumparfüm für „Duftlampen“ sowie Gesichts- und Rasierwasser) der DDR zu suchen. Das hatte bis dahin noch niemand getan, und anfangs musste ich die Flohmarkt- und Antikhändler überzeugen, DDR-Parfümfläschchen nicht einfach wegzuwerfen. Schon bald war meine Leidenschaft in Sachsen und darüber hinaus bekannt, und meine Sammlung wurde rasch immer größer.


Inzwischen habe ich über 100 (!) Marken ausfindig gemacht, und noch immer stoße ich auf weitere.
Die Vielzahl der Duftwässer ist – entgegen der landläufigen Meinung – schier unüberschaubar. Auch das häufig geäußerte Vorurteil über die angeblich phantasielos gestalteten

„Einheitsflakons“ von schlechter Qualität kann ich mit meiner Sammlung eindrucksvoll widerlegen.

Vor allem in den fünfziger Jahren, teilweise aber auch durchaus bis 1990, wurden viele Parfüms in edlen, reizvollen Fläschchen und aufwändig gestalteten Verpackungen verkauft. Da niemand in der DDR in größerem Umfang Parfümflakons gesammelt hatte, sind wahrscheinlich viele, vor allem die aus den Anfangsjahren der DDR, für immer verschwunden.


Doch die damals noch sehr häufige Werbung in den Printmedien offenbart ein unglaublich großes Angebot an luxuriösen Flakons in traumhaften Verpackungen.
Mein Anliegen war es, diesen weitgehend unbekannten und häufig unterschätzten Teil der DDR-Alltagskultur zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich wollte ein kleines, aber hochinteressantes Kapitel Design-Geschichte dem Vergessen entreißen und zeigen, dass auch auf diesem Gebiet DDR-Designer unter zumeist schwierigen wirtschaftspolitischen und materiellen Verhältnissen Bemerkenswertes geleistet haben.
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